Dokumente bestimmen den Arbeitsalltag in nahezu jedem Unternehmen. Rechnungen, Lieferscheine, Verträge, Projektunterlagen oder E-Mail-Anhänge müssen gelesen, geprüft, weitergegeben und archiviert werden. In vielen Betrieben geschieht das noch immer papierbasiert oder in gewachsenen Mischformen aus Ordnern, E-Mails und Dateiablagen.
In unserer Arbeit bei r2 business solutions sehen wir, dass diese Abläufe selten bewusst gestaltet sind. Sie haben sich über Jahre entwickelt und funktionieren grundsätzlich – bis sich die Rahmenbedingungen ändern. Mehr Dokumente, mehr Beteiligte, weniger Zeit und höhere Anforderungen an Nachvollziehbarkeit machen papierbasierte Prozesse zunehmend anfällig.
Das zentrale Problem ist dabei nicht das Papier selbst, sondern der manuelle Dokumentenprozess dahinter. Suchen, Abtippen, Rückfragen und Freigaben binden täglich Zeit und Aufmerksamkeit, ohne als eigener Kostenfaktor sichtbar zu werden. Genau hier entsteht der Hebel für strukturiertes Dokumentenmanagement.
In diesem Artikel vergleichen wir Papierprozesse mit digitalen Dokumentenprozessen auf Basis von DocuWare. Wir zeigen aus der Praxis, wo Unternehmen konkret gewinnen, welche Effekte messbar werden und warum sich der Umstieg auf ein Dokumentenmanagementsystem oft schneller rechnet, als viele erwarten.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Papierprozesse 2026 noch immer existieren – und warum das normal ist
- Was Papier im Unternehmen wirklich kostet – Zeit, Geld und Konzentration
- Was ein DMS wie DocuWare im Alltag konkret verändert
- Messbare Gewinne: Wo Unternehmen tatsächlich profitieren
- ROI realistisch betrachtet: Warum sich der Umstieg oft schneller rechnet als gedacht
- Typische Einwände gegen DMS – und wie wir sie in der Praxis bewerten
- Ein sinnvoller Einstieg für KMU: So starten wir ohne Großprojekt
- Fazit: Papier ist selten das Problem – der Prozess ist es
Illustration (KI-generiert)
Warum Papierprozesse 2026 noch immer existieren
– und warum das normal ist
Papierprozesse existieren nicht, weil Unternehmen Digitalisierung verschlafen haben. In unserer Arbeit bei r2 business solutions sehen wir vielmehr, dass sie das Ergebnis funktionierender, gewachsener Abläufe sind. Papier ist schnell, greifbar und über Jahre hinweg Teil eingespielter Routinen geworden.
Ein Lieferschein kommt mit der Ware.
Eine Rechnung wird ausgedruckt, um sie „ordentlich zu prüfen“.
Ein Vertrag landet im Ordner, weil man ihn dort wiederfindet.
Diese Abläufe sind nicht irrational – sie haben lange Zeit zuverlässig funktioniert.
Warum Papier nicht verschwindet, sondern bleibt
Ein oft übersehener Punkt: Digitalisierung hat Papier nicht automatisch ersetzt. In vielen Betrieben ist sogar das Gegenteil passiert. Neue digitale Kanäle haben zusätzliche Dokumente erzeugt:
- PDFs aus Kunden- und Lieferantenportalen
- E-Mail-Anhänge
- gescannte Belege
- Fotos vom Smartphone
- Screenshots aus Systemen
Diese Dokumente werden häufig wieder ausgedruckt, um sie weiterzuverarbeiten. Das Ergebnis sind hybride Prozesse: ein Teil digital, ein Teil papierbasiert – ohne klare Struktur.
Papier bleibt also nicht, weil es „besser“ ist, sondern weil es Lücken im Prozess schließt, die digital nicht sauber definiert sind.
Wann Papierprozesse problematisch werden
Solange ein Unternehmen klein bleibt und Abläufe überschaubar sind, fällt das kaum auf. Papier wird erst dann zum Problem, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern:
- die Dokumentenmenge steigt
- mehr Personen sind beteiligt
- Entscheidungen müssen schneller getroffen werden
- Nachvollziehbarkeit wird wichtiger
- Vertretungen und Abwesenheiten nehmen zu
In diesem Moment zeigt sich eine zentrale Schwäche papierbasierter Abläufe:
Sie sind personenabhängig.
Informationen liegen:
- in Ordnern
- auf Schreibtischen
- in E-Mail-Postfächern
- oder im Kopf einzelner Mitarbeitender
Sobald diese Personen fehlen oder mehrere Beteiligte gleichzeitig Zugriff brauchen, entstehen Verzögerungen, Rückfragen und Fehler.
Die entscheidende Einordnung
Wichtig ist eine klare Trennung:
- Papier ist nicht das eigentliche Problem.
- Der manuelle Dokumentenprozess ist es.
Papierbasierte Abläufe funktionieren, solange:
- wenig Volumen
- wenig Beteiligte
- wenig Zeitdruck
vorhanden sind.
Sie skalieren jedoch nicht, sobald Komplexität entsteht. Genau an diesem Punkt beginnt der Vergleich zwischen Papierprozessen und einem strukturierten Dokumentenmanagementsystem wie DocuWare sinnvoll zu werden.
Was Papier im Unternehmen wirklich kostet
– Zeit, Geld und Konzentration
Papierprozesse wirken im Alltag oft harmlos. Sie laufen nebenbei, sind vertraut und tauchen in keiner Kostenstelle explizit auf. In unserer Projektarbeit bei r2 business solutions zeigt sich jedoch immer wieder, dass genau diese Abläufe erhebliche Ressourcen binden – nicht auf einen Schlag, sondern verteilt über viele kleine Tätigkeiten.
Das Problem dabei: Diese Kosten sind unsichtbar, aber dauerhaft wirksam.
Wo Zeit im Alltag verloren geht
Papierbasierte Dokumentenprozesse erzeugen immer wieder dieselben Reibungspunkte:
- Suchen und Wiederfinden
Dokumente liegen in Ordnern, E-Mail-Postfächern, Dateiablagen oder auf Schreibtischen. Oft wissen mehrere Personen, dass ein Dokument existiert – aber nicht, wo es aktuell liegt. - Manuelle Datenerfassung
Beträge, Nummern, Projektreferenzen oder Lieferdaten werden aus Belegen abgetippt, geprüft und korrigiert. Häufig mehrfach und in unterschiedlichen Systemen. - Freigabeschleifen
Dokumente warten auf Rückmeldungen, liegen auf Tischen oder gehen in E-Mail-Ketten unter. Abwesenheiten führen schnell zu Stillstand. - Rückfragen und Unterbrechungen
Kurze Fragen wie „Hast du das schon gesehen?“ oder „Welche Version ist die richtige?“ reißen Mitarbeitende regelmäßig aus ihrer eigentlichen Arbeit.
Jeder einzelne Punkt kostet nur wenige Minuten. In Summe entstehen daraus jedoch Stunden pro Woche – und das bei mehreren Mitarbeitenden gleichzeitig.
Warum Suchzeiten ein realer Kostenfaktor sind
Dass diese Zeitverluste kein Einzelfall sind, zeigen externe Untersuchungen seit Jahren. In einem bekannten IDC-Whitepaper zur Informationssuche wird beschrieben, dass Wissensarbeiter einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit dem Suchen nach Informationen verbringen. Als grobe Orientierungsgröße werden dabei häufig Größenordnungen um rund ein Drittel des Arbeitstags genannt.
Externe Untersuchungen zeigen, dass ineffiziente Informationssuche einen spürbaren Produktivitätsverlust verursacht. In vielen Unternehmen entfällt ein erheblicher Teil der Arbeitszeit darauf, Informationen zu finden oder wiederzufinden. Untersuchungen berichten, dass Beschäftigte zwischen 15 % und 24 % ihrer Arbeitszeit für diese Tätigkeiten aufwenden, was auf Dauer zu deutlichen Effizienzverlusten führt.
Too high a cost of not finding information? (Focus on Business)
Die unterschätzten Kosten von Wissensverlust (inkubit.com)
Wichtig ist dabei die Einordnung: Diese Zahlen sind keine Garantie für jeden einzelnen Betrieb. Sie machen jedoch nachvollziehbar, warum Suchzeiten in papier- und hybridbasierten Abläufen schnell zu einem echten Kostenfaktor werden – vor allem dann, wenn Dokumente an vielen Orten liegen und mehrere Personen beteiligt sind.
Konzentration als unterschätzter Kostenfaktor
Neben der reinen Zeit spielt ein weiterer Aspekt eine große Rolle: mentale Belastung.
Papierprozesse zwingen Mitarbeitende zu häufigen Kontextwechseln:
lesen → verstehen → entscheiden → weiterleiten → ablegen.
Diese Wechsel kosten Konzentration. Sie erhöhen die Fehleranfälligkeit und verlängern Bearbeitungszeiten – besonders in Büro- und Verwaltungsbereichen. In vielen Unternehmen wird das als „Alltagsstress“ wahrgenommen, ohne die eigentliche Ursache klar benennen zu können.
Wo Papier besonders teuer wird
Aus unserer Erfahrung wirken sich papierbasierte Abläufe vor allem dort negativ aus, wo:
- mehrere Personen gleichzeitig mit denselben Dokumenten arbeiten
- Projekte oder Kunden parallel betreut werden
- Entscheidungen nachvollziehbar dokumentiert werden müssen
- Vertretungen und Abwesenheiten regelmäßig vorkommen
Gerade in KMU mit schlanken Teams fällt jeder Reibungsverlust stärker ins Gewicht, weil Ausweichmöglichkeiten fehlen.
Papierprozesse kosten Unternehmen damit nicht nur Geld, sondern vor allem Aufmerksamkeit, Stabilität und Verlässlichkeit im Alltag. Genau deshalb lohnt sich der Blick darauf, was ein strukturiertes Dokumentenmanagementsystem konkret verändert.
Illustration (KI-generiert)
Was ein DMS wie DocuWare im Alltag konkret verändert
Der größte Unterschied zwischen Papierprozessen und einem Dokumentenmanagementsystem wie DocuWare liegt nicht in der Digitalisierung einzelner Dokumente, sondern in der Verlagerung von Arbeit. Tätigkeiten, die früher manuell, personenabhängig und fehleranfällig waren, werden strukturiert, nachvollziehbar und reproduzierbar.
In unserer Arbeit bei r2 business solutions sehen wir immer wieder, dass Unternehmen zwar „digital arbeiten“, aber weiterhin nach der Logik von Papier handeln. Dokumente werden gespeichert, aber nicht geführt. Genau hier setzt ein DMS an.
Von Ablage zu Zugriff
Papierprozesse funktionieren nach dem Prinzip:
Ich weiß, wo etwas liegt – solange ich da bin.
Ein DMS verändert dieses Prinzip grundlegend. Dokumente sind nicht mehr an einen Ort oder eine Person gebunden, sondern zentral verfügbar. Entscheidend ist dabei nicht die Datei selbst, sondern der Kontext:
- zu welchem Vorgang gehört das Dokument
- welcher Kunde oder welches Projekt ist betroffen
- welchen Status hat es aktuell
Damit wird aus Ablage Zugriff. Mitarbeitende müssen nicht mehr wissen, wo etwas liegt, sondern nur noch, was sie suchen.
Von Lesen zu Weiterverarbeiten
In papierbasierten Abläufen besteht ein Großteil der Arbeit darin, Dokumente zu lesen und zu interpretieren, um anschließend etwas damit zu tun: freigeben, weiterleiten, ablegen, rückfragen. Ein DMS verschiebt diesen Fokus.
Dokumente werden so erfasst, dass sie prozessfähig sind. Das bedeutet nicht, dass Menschen ersetzt werden, sondern dass sie später und gezielter eingreifen. Routinearbeiten – wie Zuordnen, Weiterleiten oder Wiederfinden – laufen strukturiert ab. Mitarbeitende beschäftigen sich mit Ausnahmen und Entscheidungen, nicht mit dem Transport von Informationen.
Von Einzelaktionen zu nachvollziehbaren Abläufen
Ein weiterer zentraler Unterschied zeigt sich bei Freigaben und Entscheidungen. In Papierprozessen sind diese oft implizit: ein Häkchen, eine Unterschrift, eine E-Mail. Nachvollziehbarkeit entsteht nur begrenzt.
Mit einem DMS werden Entscheidungen Teil eines transparenten Ablaufs:
- Wer hat was gesehen?
- Wann wurde entschieden?
- Welche Version war gültig?
Diese Transparenz ist kein Selbstzweck. Sie reduziert Rückfragen, vermeidet Doppelarbeit und sorgt dafür, dass Prozesse auch dann funktionieren, wenn Personen wechseln oder abwesend sind.
Von Personenabhängigkeit zu Stabilität
Papierprozesse funktionieren häufig deshalb gut, weil einzelne Mitarbeitende sie im Griff haben. Das ist im Alltag hilfreich – wird aber zum Risiko, sobald diese Personen fehlen oder die Arbeitslast steigt.
Ein DMS ersetzt dieses implizite Wissen durch strukturierte Abläufe. Wissen steckt nicht mehr im Kopf Einzelner, sondern im Prozess selbst. Das macht Abläufe stabiler, planbarer und leichter übertragbar – besonders in wachsenden Unternehmen.
Die eigentliche Veränderung
Zusammengefasst verändert ein DMS wie DocuWare nicht nur, wie Dokumente gespeichert werden, sondern wie Arbeit organisiert ist:
- weniger Suchen
- weniger Interpretieren
- weniger Weiterreichen
- mehr Klarheit
- mehr Verlässlichkeit
Diese Effekte sind nicht spektakulär. Aber sie wirken jeden Tag – und genau deshalb sind sie für KMU so relevant. Schauen wir uns an, wo diese Veränderungen konkret messbar werden und welche Effekte Unternehmen im Alltag tatsächlich beobachten.
Illustration (KI-generiert)
Wo die Vorteile messbar werden – was Unternehmen tatsächlich gewinnen
Nach den ersten Wochen mit einem strukturierten Dokumentenmanagementsystem stellt sich in vielen Unternehmen dieselbe Frage: „Hat sich der Aufwand wirklich gelohnt?“ Die Antwort zeigt sich nicht in einzelnen Funktionen, sondern in konkreten Veränderungen im Arbeitsalltag, die messbar und nachvollziehbar sind.
Bei r2 business solutions betrachten wir den Erfolg eines DMS nicht anhand von Lizenzmodellen oder Featurelisten, sondern anhand von Effekten, die Unternehmen selbst wahrnehmen und benennen können.
Weniger Suchzeit – früher verfügbare Informationen
Der erste spürbare Effekt betrifft fast immer die Zeit, die für das Finden von Dokumenten benötigt wird. Sobald Belege zentral abgelegt, eindeutig zugeordnet und durchsuchbar sind, verkürzen sich Suchvorgänge deutlich.
Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass:
- Rückfragen nach Dokumenten seltener werden
- Mitarbeitende nicht mehr mehrere Ablagen prüfen müssen
- Informationen unabhängig von Personen verfügbar sind
Diese Zeitersparnis entsteht nicht punktuell, sondern verteilt sich über den gesamten Arbeitstag. Genau deshalb wird sie oft unterschätzt – wirkt aber dauerhaft.
Kürzere Durchlaufzeiten in Prozessen
Ein zweiter messbarer Effekt zeigt sich bei der Bearbeitungsdauer. Dokumente liegen nicht mehr „zwischen“ den Schritten, sondern werden aktiv durch Prozesse geführt.
Typische Beobachtungen aus Projekten:
- Rechnungen werden früher geprüft und freigegeben
- Projekte verzögern sich seltener wegen fehlender Unterlagen
- Monatsabschlüsse laufen stabiler, auch bei höherem Belegaufkommen
Die eigentliche Zeitersparnis entsteht dabei nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch Wegfall von Stillstand.
Reduzierte Fehlerquote bei Routineaufgaben
Papierbasierte Prozesse sind fehleranfällig – nicht, weil Menschen unaufmerksam sind, sondern weil viele Tätigkeiten manuell erfolgen. Abschreiben, Zuordnen und Weiterleiten erzeugen zwangsläufig Fehlerquellen.
- Mit einem DMS sinkt diese Fehlerquote messbar, weil:
- Daten nur einmal erfasst werden
- Versionen eindeutig sind
- Ablage- und Freigaberegeln klar definiert sind
Das reduziert Korrekturschleifen und Nacharbeit – ein Effekt, der sich besonders in der Buchhaltung und Projektverwaltung bemerkbar macht.
Stabilere Abläufe bei Wachstum und Auslastungsspitzen
Ein oft unterschätzter Vorteil zeigt sich erst dann, wenn Unternehmen wachsen oder stärker ausgelastet sind. Während papierbasierte Prozesse bei steigender Dokumentenmenge schnell instabil werden, bleiben strukturierte Abläufe belastbar.
In der Praxis bedeutet das:
- mehr Dokumente ohne proportional mehr Verwaltungsaufwand
- weniger Abhängigkeit von einzelnen Personen
- bessere Vertretbarkeit bei Urlaub oder Krankheit
Gerade für KMU ist dieser Punkt entscheidend, weil Wachstum selten mit zusätzlichem Verwaltungspersonal einhergeht.
Der wirtschaftliche Blick: Warum sich der Umstieg oft schneller rechnet als gedacht
Die wirtschaftliche Bewertung eines DMS scheitert häufig daran, dass Unternehmen nur direkte Kosten betrachten. Der eigentliche Nutzen liegt jedoch in der Reduktion von Zeitverlusten, Fehlern und Reibung.
In Projekten sehen wir immer wieder:
- Einsparungen entstehen verteilt über viele kleine Schritte
- Der Return zeigt sich im Alltag, nicht in einzelnen Kennzahlen
- Der größte Hebel liegt in der Entlastung von Routinetätigkeiten
Der Umstieg rechnet sich deshalb oft nicht erst nach Jahren, sondern bereits dann, wenn Prozesse spürbar ruhiger, stabiler und planbarer werden.
Im nächsten Kapitel gehen wir einen Schritt weiter und zeigen, wie sich diese Effekte im Alltag konkret anfühlen – anhand typischer Situationen aus Unternehmen, die wir bei r2 business solutions begleiten.
Illustration (KI-generiert)
Warum sich der Umstieg schneller rechnet als viele erwarten
Wenn Unternehmen über ein Dokumentenmanagementsystem nachdenken, dreht sich die Diskussion häufig sehr früh um Kosten: Lizenzen, Einführung, Schulung. Was dabei oft fehlt, ist der Blick auf jene Aufwände, die bereits heute entstehen – ohne explizit als Kosten wahrgenommen zu werden.
Papierbasierte Dokumentenprozesse verursachen laufenden Aufwand, der sich nicht in einer einzelnen Position abbilden lässt. Er entsteht verteilt über den Arbeitsalltag, bindet Zeit, unterbricht Abläufe und erhöht den Koordinationsaufwand. Genau deshalb wird er in klassischen Kostenvergleichen häufig unterschätzt.
In unserer Beratung bei r2 business solutions sehen wir immer wieder, dass sich der wirtschaftliche Nutzen eines DMS nicht aus einem einzelnen Einsparungseffekt ergibt, sondern aus der Summe vieler kleiner Entlastungen, die sich im Alltag addieren.
Warum klassische Kostenvergleiche zu kurz greifen
Papierprozesse verursachen selten klar bezifferte Kosten. Stattdessen entstehen sie fragmentiert:
- einige Minuten Suchzeit hier
- eine Rückfrage dort
- ein verzögerter Freigabeprozess
- Nacharbeit durch falsche Ablage oder unklare Versionen
Diese Aufwände tauchen weder als Rechnung noch als Projektkosten auf. Sie binden jedoch dauerhaft Arbeitszeit – oft bei mehreren Mitarbeitenden gleichzeitig. Genau hier liegt der Kern der Wirtschaftlichkeit eines DMS: Es reduziert Reibung in vielen kleinen Schritten, statt an einer einzigen großen Stellschraube zu drehen.
Ein Dokumentenmanagementsystem ersetzt keine Mitarbeitenden. Es sorgt dafür, dass vorhandene Ressourcen strukturierter und zielgerichteter eingesetzt werden können. Reibungsverluste werden reduziert – und Reibung ist in vielen Unternehmen einer der größten, aber unsichtbarsten Kostentreiber.
Zeit wird nicht eingespart – sie wird nutzbar
Ein häufiger Denkfehler ist die Annahme, dass eingesparte Zeit sofort als messbare Kostenreduktion sichtbar wird. In der Praxis passiert etwas anderes: Zeit wird verfügbar. Mitarbeitende müssen weniger suchen, weniger klären und weniger korrigieren. Sie können sich stärker auf fachliche Aufgaben konzentrieren, statt Dokumenten hinterherzulaufen.
Diese Entlastung zeigt sich im Alltag durch stabilere Abläufe, kürzere Durchlaufzeiten und weniger Unterbrechungen. Besonders in KMU wirkt sich das oft schneller aus, als erwartet, weil Ausweichmöglichkeiten begrenzt sind und jede Entlastung unmittelbar spürbar wird.
Einordnung aus Herstellersicht
Auch DocuWare selbst beschreibt auf seinen deutschsprachigen Informationsseiten, dass der Nutzen eines Dokumentenmanagementsystems weniger in der reinen Digitalisierung liegt, sondern in der zentralen Verfügbarkeit von Dokumenten, klaren Abläufen und einer Reduktion manueller Tätigkeiten.
Wichtig ist dabei die Einordnung: Diese Effekte entstehen nicht automatisch durch den Einsatz einer Software. Sie setzen voraus, dass Dokumentenprozesse sinnvoll strukturiert und in den Arbeitsalltag integriert werden.
DocuWare – Dokumentenmanagement-Lösung
Vertiefung: Welche Vorteile konkret entstehen
Die konkreten Vorteile eines Dokumentenmanagementsystems – etwa in Bezug auf Transparenz, Zusammenarbeit oder Entlastung einzelner Bereiche – betrachten wir bewusst separat. Sie verdienen eine eigene, differenzierte Betrachtung und lassen sich nicht sinnvoll in einem Abschnitt zusammenfassen.
Typische Einwände gegen ein DMS
– und warum sie sich in der Praxis relativieren
Fast jedes Unternehmen, das sich mit dem Thema Dokumentenmanagement beschäftigt, bringt ähnliche Bedenken vor. Diese Einwände sind nachvollziehbar – und oft sogar berechtigt. In unserer Arbeit bei r2 business solutions zeigt sich jedoch, dass viele dieser Sorgen weniger mit der Technologie selbst zu tun haben, sondern mit Erfahrungen aus früheren IT-Projekten oder mit falschen Erwartungen an den Umfang einer Einführung.
Ein genauer Blick auf die Praxis relativiert vieles davon.
„Das lohnt sich für unsere Größe nicht“
Gerade kleinere Unternehmen gehen häufig davon aus, dass ein DMS erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße sinnvoll ist. Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild: Je kleiner das Team, desto stärker wirken sich Reibungsverluste aus. Wenn Suchzeiten, Rückfragen oder Vertretungen nicht abgefedert werden können, entsteht schnell Überlastung.
In der Praxis profitieren KMU nicht trotz ihrer Größe, sondern wegen ihrer Struktur. Weniger Beteiligte, klarere Abläufe und kürzere Entscheidungswege sorgen dafür, dass Entlastung schneller spürbar wird.
„Der Einführungsaufwand ist zu hoch“
Ein weiterer häufiger Einwand betrifft den Aufwand der Einführung. Viele Unternehmen verbinden DMS-Projekte mit monatelangen IT-Vorhaben, komplexen Schulungen und hohen internen Belastungen.
Was wir in Projekten sehen: Der Aufwand entsteht meist dann, wenn versucht wird, alles auf einmal zu lösen. Eine schrittweise Einführung – beginnend mit klar abgegrenzten Dokumentenarten und Prozessen – reduziert Komplexität erheblich. Der Einstieg ist überschaubar, und das System wächst mit den Anforderungen.
„Unsere Mitarbeitenden arbeiten lieber wie bisher“
Veränderungen im Arbeitsalltag stoßen verständlicherweise nicht immer auf Begeisterung. Papierprozesse sind vertraut, auch wenn sie ineffizient sind. Die Sorge, dass ein DMS als zusätzliche Belastung wahrgenommen wird, ist daher nicht unbegründet.
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Akzeptanz vor allem davon abhängt, ob der Nutzen spürbar ist. Wenn Suchen wegfällt, Informationen schneller verfügbar sind und Rückfragen abnehmen, wird das System nicht als Kontrolle, sondern als Entlastung wahrgenommen. Entscheidend ist dabei, dass Prozesse den Arbeitsalltag unterstützen – nicht umgekehrt.
„Wir haben doch schon digitale Ablagen“
Viele Unternehmen arbeiten mit Netzlaufwerken, Cloud-Ordnern oder E-Mail-Strukturen und empfinden diese als ausreichend. Der Unterschied zu einem DMS wird oft erst dann klar, wenn Abläufe komplexer werden oder mehrere Personen beteiligt sind.
Digitale Ablage beantwortet die Frage wo ein Dokument liegt. Ein DMS beantwortet zusätzlich die Fragen worum es geht, in welchem Zusammenhang es steht und was als Nächstes passiert. Diese Unterscheidung ist im Alltag entscheidend, besonders bei steigender Dokumentenmenge.
„Das ist wieder ein weiteres System“
Die Sorge vor zusätzlichen Systemen und Schnittstellen ist berechtigt. Niemand möchte Insellösungen schaffen oder den Arbeitsalltag verkomplizieren. Entscheidend ist daher, wie ein DMS eingebunden wird.
In der Praxis funktioniert ein Dokumentenmanagementsystem dann gut, wenn es bestehende Abläufe ergänzt statt ersetzt. Es wird nicht zum zusätzlichen Arbeitsschritt, sondern zum verbindenden Element zwischen E-Mail, Buchhaltung, Projekten oder ERP. Genau dadurch verschwindet der Eindruck eines „weiteren Systems“.
Einordnung aus der Praxis
Die meisten Einwände gegen ein DMS lösen sich nicht durch Argumente, sondern durch Erfahrung. Sobald erste Prozesse stabil laufen und der Alltag spürbar ruhiger wird, verschiebt sich der Blickwinkel. Aus Skepsis wird Pragmatismus – und aus Pragmatismus Akzeptanz.
Entscheidend ist dabei nicht, ob ein Unternehmen bereit für ein DMS ist, sondern ob bestehende Dokumentenprozesse noch tragfähig sind. In vielen Fällen zeigt sich: Der eigentliche Aufwand entsteht nicht durch die Einführung, sondern durch das Festhalten an Strukturen, die längst an ihre Grenzen stoßen.
Illustration (KI-generiert)
Ein sinnvoller Einstieg für KMU: So starten wir ohne Großprojekt
Viele Unternehmen verbinden den Einstieg in ein Dokumentenmanagementsystem mit der Vorstellung eines großen, komplexen Projekts. Lange Vorbereitungsphasen, umfassende Prozessdefinitionen und hohe interne Belastung schrecken ab – oft so sehr, dass das Thema immer wieder verschoben wird.
In unserer Arbeit bei r2 business solutions gehen wir bewusst einen anderen Weg. Ein sinnvoller Einstieg beginnt nicht mit einer vollständigen Digitalisierung aller Dokumente, sondern mit einem klar begrenzten Anwendungsfall, der im Alltag tatsächlich entlastet.
Warum ein schrittweiser Einstieg sinnvoller ist
KMU arbeiten unter anderen Voraussetzungen als Großunternehmen. Ressourcen sind begrenzt, Abläufe oft gewachsen und stark vom Tagesgeschäft geprägt. Ein Großprojekt bindet Aufmerksamkeit dort, wo sie eigentlich fehlt.
Ein schrittweiser Einstieg hat mehrere Vorteile:
- Der Aufwand bleibt überschaubar
- Mitarbeitende werden nicht überfordert
- Erste Erfolge werden schnell sichtbar
- Prozesse können angepasst werden, bevor sie skaliert werden
Statt alles auf einmal zu lösen, konzentrieren wir uns auf Bereiche, in denen Dokumente besonders häufig anfallen oder regelmäßig Probleme verursachen.
Wo wir in der Praxis meist beginnen
Der Einstieg erfolgt dort, wo der Nutzen schnell spürbar ist. Typische Startpunkte sind:
- Eingangsrechnungen und Freigabeprozesse
- Projekt- oder auftragsbezogene Dokumente
- Lieferscheine und externe Belege
- Zentrale Ablage für E-Mail-Anhänge
Diese Bereiche haben eines gemeinsam: Sie erzeugen regelmäßig Suchaufwand, Rückfragen oder Verzögerungen. Genau dort entfaltet ein DMS seinen ersten Mehrwert.
Technik folgt dem Alltag – nicht umgekehrt
Technik folgt dem Alltag – nicht umgekehrt
Ein häufiger Fehler bei Digitalisierungsprojekten ist der Versuch, Prozesse zuerst theoretisch zu perfektionieren. In der Praxis funktioniert es besser, bestehende Abläufe zu verstehen und dort anzusetzen, wo sie im Alltag tatsächlich genutzt werden.
Wir passen das System an den Betrieb an – nicht den Betrieb an das System. Dadurch bleibt die Einführung handhabbar, und Mitarbeitende erkennen den Nutzen unmittelbar.
Skalieren, wenn es sinnvoll ist
Sobald erste Prozesse stabil laufen, kann das System schrittweise erweitert werden. Weitere Dokumentenarten, zusätzliche Workflows oder Integrationen lassen sich auf dieser Basis deutlich einfacher umsetzen, weil bereits Struktur vorhanden ist.
So entsteht kein einmaliges Projekt, sondern eine kontinuierliche Weiterentwicklung, die mit dem Unternehmen wächst.
Fazit: Papier ist selten das Problem
– der Prozess ist es
Papier steht im Zentrum vieler Digitalisierungsdiskussionen. Ordner, Ausdrucke und manuelle Abläufe gelten als offensichtliche Schwachstellen. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder: Papier selbst ist selten das eigentliche Problem. Entscheidend ist, wie Dokumente in Prozesse eingebunden sind.
Viele Unternehmen arbeiten längst digital – und stoßen trotzdem an Grenzen. Dokumente werden gespeichert, aber nicht geführt. Informationen sind vorhanden, aber nicht verfügbar. Abläufe funktionieren, aber nur solange keine Ausnahmen auftreten.
Ein Dokumentenmanagementsystem wie DocuWare setzt genau hier an. Es ersetzt Papier nicht einfach durch digitale Dateien, sondern schafft Struktur dort, wo bisher Improvisation notwendig war. Dokumente werden zu aktiven Bestandteilen von Prozessen – nachvollziehbar, auffindbar und verlässlich.
Gerade für KMU und Handwerksbetriebe ist dieser Ansatz entscheidend. Die Anforderungen steigen, Dokumentenmengen nehmen zu, während Zeit und Personal begrenzt bleiben. Wer Prozesse heute stabilisiert, verschafft sich Handlungsspielraum für morgen.
Wichtig ist dabei eines: Digitalisierung entfaltet ihren Nutzen nicht automatisch. Sie muss sinnvoll eingeführt, an den Alltag angepasst und schrittweise weiterentwickelt werden. Genau darin liegt der Unterschied zwischen kurzfristiger Techniklösung und nachhaltiger Entlastung.
Kurz gesagt:
Nicht das Papier bremst Unternehmen – sondern Prozesse, die mit der Realität nicht mehr Schritt halten. Wer das erkennt und gezielt handelt, schafft die Grundlage für ruhigere Abläufe, bessere Übersicht und langfristige Stabilität.
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